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Geschrieben von: Torben Frank   
Dienstag, den 23. Oktober 2012 um 11:36 Uhr




Björn
Baasch

Stefan Joachim
Dohm

Pierre
Gilgenast

Holger
Thiesen

Björn
Will

1.) Das persönliche Verhältnis zum Fahrrad

a) Besitzen Sie ein Fahrrad?

Ja, Eins in Lütjenwestedt und Eins in Büdelsdorf.

Ja, natürlich.

ja

Ja!

Ja.

b) Wie häufig fahren Sie Fahrrad?

Innerorts in Lütjenwestedt mehr als Auto. In Rendsburg/Büdelsdorf zum Fithalten und zur Arbeit und auch mal zu Freunden.

Je nach Jahreszeit von nahezu täglich bis gar nicht.

Gelegentlich-im Sommer häufiger

Täglich mindestens 10 km (Jahresleistung zwischen 5.000-8.000 km)

In der Regel täglich.

c) Fahren Sie in der Freizeit oder auch im Alltag Fahrrad?

Ja ich halte mich mit Radfahren fit und genieße die Natur.

Sowohl als auch.

Sowohl als auch

Ja.

Ich benutze das Fahrrad als schnelles Verkehrsmittel in der Stadt.

d) Benutzen Sie jeden Radweg oder fahren Sie auch mal auf der Fahrbahn?

Wo keine Radwege sind nutze ich auch die Fahrbahn.

Wo es Radwege gibt, nutze ich diese.

Auch mal auf der Fahrbahn (gerade wenn die Radwege zugewachsen sind)

Meistens Radwege, ab und zu Fahrbahnen.

Wenn ein Radweg vorhanden ist, benutze ich ihn in der Regel.

2.) Verkehrsrecht und -sicherheit

a) Behindern Fahrradfahrer auf der Fahrbahn nach Ihrer Auffassung den Verkehr?

An manchen Stellen ja. Wobei mein Empfinden, wenn ich auf der Fahrbahn fahre, ist dass ich sehr gefährdet bin bei rücksichtslosen Autofahrern.

Die Frage ist zu pauschal gestellt. In Wohngebieten und Nebenstraßen empfinde ich (als Autofahrer) RadfahrerInnen nicht als Behinderung. Wenn aber beispielsweise RadfahrerInnen (was immer mal wieder vorkommt) auf mehrspurigen Hauptverkehrsstraßen unterwegs sind, halte ich das nicht nur für gefährlich, sondern auch für fahrlässig. Es gilt das Prinzip des MITeinanders in beide Richtungen. Im beschriebenen Fall müssen RadfahrerInnen davon ausgehen, dass die AutofahrerInnen nicht mit ihnen rechnen.

Eine solche behindernde Situation erlebe ich selten.

kommt auf die Fahrbahnbreite und die Dichte des Gegenverkehrs an.

Nein.

b) Wer entscheidet für Rendsburg über Beschilderungen?

Stadtverwaltung bzw. Kreisverwaltung nach der Straßenverkehrs-ordnung.

Wenn zusätzliche oder bessere Beschilderungen an einzelnen Stellen nötig sind, wird es genügen, wenn Sie mich in Zukunft direkt darauf hinweisen, vorausgesetzt, die WählerInnen entscheiden sich für Dohm als Bürgermeister. Ich werde dann die nötige Prüfung und ggf. Maßnahmen einleiten und ausführen lassen.

Während in den Gemeinden die Verkehrsaufsicht des Kreises zuständig ist, ist die Stadt Rendsburg selber verantwortlich.

wüsste ich auch gerne.

In der Regel die Verwaltung.

c) Sind Drängelgitter oder Umlaufsperren für Sie ein geeignetes Mittel zur Ordnung des Verkehrs?

An gefährlichen Stellen ja zum Schutz der Radfahrerund Fußgänger vielleicht noch Spiegel für vorausschauendes Fahren.

Auch diese frage ist nicht pauschal zu beantworten. Es gibt Stellen, an denen ich diese Gitter für ein geeignetes Mittel halte, FußgängerInnen vor „rasenden“ FahrradfahrerInnen zu schützen. Es gibt aber auch Stellen, an denen mir diese Gitter eher wie Schikane vorkommen. Es gilt also, jeden Einzelfall zu betrachten.

Stellenweise ja- dort wo spät einsehbare befahrbare Wege auf Straßen ohne Absicherung oder breiteren Grünstreifen treffen.

nein!

Umlaufsperren haben in den überwiegenden Fällen keinen ordnenden Charakter, sondern dienen dazu Gefahrensituationen für Radfahrer und Fußgänger zu vermeiden. Für die ordnende Funktion reichen meistens Poller völlig aus.

d) Sind Freigaben für Fahrradfahrer entgegen einer Einbahnstraße die Ausnahme oder der Regelfall?

Es sollten mehr Einbahnstraßen für Radfahrer sinnvoll freigegeben werden.

Leider nein.

Die Ausnahme

Die Regel sollte m. E. sein: Einbahnstrassen für Fahrradfahrer in beide Richtungen freigeben.

Wie ich feststellen musste, ist das in Rendsburg noch die Ausnahme. Andernorts ist sie der Regelfall.

3.) (Rad-)Verkehrspolitik in Rendsburg

a) Welchen Stellenwert schreiben Sie dem Verkehrsmittel Fahrrad für Rendsburg zu?

Einen recht hohen, wenn man sieht wie viele Schüler und Berufstätige jeden Morgen nach Rendsburg kommen.

Dem Fahrrad kommt in unserer kleinen Stadt wie auch im Umland eine Mehrfachbedeutung zu: Als Verkehrsmittel von und zur Arbeit, als Freizeitvergnügen und als Mittel der Wahl für Touristen, um mit dem Rad unsere Gegend zu erkunden.

Vieles lässt sich in Rendsburg mit dem Rad erreichen. Viele Schülerinnen und Schüler nehmen zudem lieber das Rad als den Bus. Leider nehmen jedes Jahr die Fahrraddiebstähle zu, gerade an den Orten, die gerne angefahren werden wie die Innenstadt oder das Freibad.

da ich praktisch alles in Rendsburg per Fahrrad erledige: Stellenwert hoch!


b) Wie bewerten Sie die „Radwegenetzkarte“ der Stadtverwaltung und die Veloroutenführung?

Mir sind ein paar ausgewiesene Radwege bekannt wo es fast unmöglich ist mit dem Rad zu fahren. Aber eine Radwegenetzkarte ist auf jeden Fall sinnvoll. Aber eine schlechte Beschilderung macht es Touristen schwer Wege zu finden.

Verbesserungsfähig.

Man sollte sie häufiger aktualisieren und mit dem Umland abstimmen. Es gibt zu viele eigene Beschilderungen, die verwirrend sind.

ok, ein paar Details gehen besser.

Ich habe ihn bislang nicht genutzt. Entsprechende Hinweise für Radfahrer sollten in jedem Fall ins Online-Angebot der Stadt aufgenommen werden.

c) Was halten Sie von den Umbau- bzw. Erweiterungsplänen der Fahrradstation am Bahnhof?

Für Touristen sicher sinnvoll.

Ich unterstütze dies Projekt, insbesondere die jüngst im Ausschuss vorgelegten Pläne.

Das Vorhaben finde ich deshalb gut, weil es zentral gelegen ist und ein vom Umland mitgetragenes Projekt ist. Wichtig ist, dass dort auch immer aktuelle Informationen und Karten vorhanden sind.

Ich kenne die Pläne noch nicht und werde mich beim Betreiber über den Planungsstand informieren.

Aufgrund der Erfahrungen in anderen Städten und der prekären Haushaltssituation, bin ich hier zurückhaltend. Hier möchte ich eine genaue Kosten/ Nutzen- Berechnung anstellen.

d) Wie bewerten Sie die Rendsburger Radwege baulich?

Neuere sind in Ordnung, ältere nur bedingt gut, wobei es viele kleine Mängel, wie Schildermasten und Straßenbeleuchtungs-masten auf den Wegen sind.

An vielen Stellen ist der Zustand als wirklich gut zu bezeichnen. Es gibt aber naturgemäß immer reparatur- oder auch verbesserungsbedürftige Stellen.

Gerade für dünne Reifen sind die Absätze häufig zu hart. Die Überhänge von Hecken und Sträuchern sind stellenweise gefährlich. Auf den Rückschnitt müssen die Anlieger (aber auch die Stadt) mehr achten.

Grundsätzlich gut, Details gehen besser.


e) Welche Maßnahmen sollten in Rendsburg zur Förderung des Alltagsradverkehrs ergriffen werden? Können Sie sich vorstellen, nach Kopenhagener Vorbild im Winter zuerst die Radwege räumen zu lassen?

Weiterer Ausbau der Radwege.

Die Entscheidung, sich mit dem Rad oder dem Auto oder auch zu Fuß auf den Weg zu machen, obliegt jedem/r BürgerIn selbst. Es handelt sich somit nicht um einen erzieherischen Auftrag des Bürgermeisters. Das Kopenhagener Modell erscheint mir nicht als Vorbild, zumal für unsere Radwege eigene schmale Räumfahrzeuge eingesetzt werden.

Der Fahrradstand am Bahnhof ist für mich ein gutes Beispiel zur Förderung der Situation. Bei Veranstaltungen könnte verstärkt mit den Veranstaltern das „organisierte“ Abstellen von Rädern besprochen werden, wie es im letzten Jahr beim Eiderfest gelungen ist. Bei der Verkehrssicherheit muss es jedoch in erster Linie um die Schulwegsicherung und die Bereiche gehen, die eine hohe Frequenz aufweisen. Ohne Prioritäten wird es nicht gehen.

Ich kann es mir vorstellen, denke jedoch, dass das nicht wirklich ein vorrangiges Thema ist.

Können Sie sich vorstellen, nach
Kopenhagener Vorbild im Winter zuerst die Radwege räumen zu lassen? Um den tagtäglichen Fahrradverkehr zu attraktivieren, müssen zumindest bei Neubaumaßnahmen die Radfahrer stärker berücksichtigt werden. Ein umfassender Umbau ist leider nicht zu finanzieren. Es sollte versucht werden, nach und nach die Stadt zumindest mit geeigneten Abstellplätzen auszustatten. Von einer prioritären Räumung von Radwegen halte ich nichts, weil hierdurch gehandicapte Menschen benachteiligt würden.

f) Wie stehen Sie zur Veloroute 5, die eigentlich über die Weiße Brücke geführt werden sollte, und welche Lösungsan-sätze sehen Sie?

Es gibt zwei Lösungen: 1. Viel Geld ausgeben was Rendsburg nicht hat. 2. Die Route woanders entlang führen.

Die bisher vorgestellten Modelle sind erheblich zu teuer. Wir müssen zunächst über den leistbaren finanziellen Rahmen mit der Ratsvesammlung diskutieren und erst dann daran gehen, zu schauen, was in Sachen Veloroute machbar ist.

Zu sinnvollen Verbindungen zwischen besonderen Plätzen und Stätten der Stadt habe ich schon etwas gesagt. Gemeinsame Brückennutzungen von Fußgängern und Radfahrern brauchen jedoch eine deutliche Trennung. Das gilt besonders zu „Stoßzeiten“.

Die weiße Brücke auch weiterhin für Fahrradfahrer nutzbar gestalten.

Ich bedaure sehr, dass die neue Route nicht im Zusammenhang mit der Herstellung der Weißen Brücke verwirklicht werden konnte. Ich sehe derzeit keine Möglichkeit eine alternative Strecke zu finanzieren.

g) Welchen Stellenwert schreiben Sie dem Fahrradtourismus für Rendsburg zu?

Ich habe selbst bei meinen Touren durch Rendsburg viele Radtouristen getroffen. Die Leute kommen gerne nach Rendsburg also sollten wir Ihnen auch was bieten. Und für bessere Beschilderung sorgen.

Wie ich schon oben erwähnte, ist das Fahrrad in meine Augen DAS Verkehrsmittel für Touristen, um Rendsburg und unsere Umgebung zu erkunden.

Einen hohen! Die schönen Plätze und Stadtteile mit ihren Verbindungen sind für Besucher mit Rad sehr gut zu erkunden. Auch das Ufer am Kanal hat viele Liebhaber ebenso, wie der Ochsenweg. Hier könnte man noch viel offensiver werden.

Fahrrad- und Wanderertourismus wachsen schnell … Rendsburg hat das Potential, Knotenpunkt für Übernachtungswillige zu werden.

Der Fahrradtourismus hat bereits jetzt einen großen Stellenwert, da Rendsburg selbstverständliches Ausflugsziel für die Fahrradtouristen am Nord-Ostsee-Kanal ist. Dies gilt es weiter herauszustellen. Es muss insoweit überprüft werden, ob städtischer seits weitere Maßnahmen zur Stärkung dieses Sektors erforderlich sind.



Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 23. Oktober 2012 um 23:01 Uhr
 

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